Wabenhonig

Honig ist ein Naturprodukt, aber Wabenhonig ist die Luxusversion.

Die alten Germanen nannten ihn „Götterspeise“ und glaubt man den Schriften längst vergangener Epochen, so wurde Wabenhonig als Glück auf Erden gedeutet.

In Österreich ist das Essen von Wabenhonig – sogar das Wissen um gesundheitliche Vorteile – nicht wirklich bekannt.

Von Kunden und Kundinnen höre ich oft dass sie Cremehonig bevorzugen, der Honig soll zwar immer flüssig bzw. cremig sein und nicht vom Brot rinnen, aber auch nicht kristallisieren. Dadurch gibt es am Markt wenig bis fast keinen Wabenhonig, auch ist es den meisten nicht bewusst dass hier eigentlich eine mindere Qualität gewünscht wird. „Immer flüssiger“ Honig ist meist stark erhitzt und wenn Honig kristallisiert ist das ein sehr gutes Kriterium für Qualitätshonig.

In südlichen Ländern wird Wabenhonig bevorzugt, da dort die Meinung vorherrscht dass nur Wabenhonig „echter“ Honig ist, dies hängt auch damit zusammen dass die Qualitätskontrollen nicht so hoch sind wie in Österreich.

Leider wird oft eine ausgeschleuderte Mittelwand portioniert, in ein Glas gesteckt und mit geschleuderten Honig aufgefüllt. Das hat mit echten Wabenhonig nichts zu tun, denn hier wird die reine Wabe verpackt und schwimmt nicht im Honig.

Ernte von Wabenhonig

Ist der Honig reif, verdeckeln ihn die Bienen und ist erntebereit. Zur Herstellung von herkömmlichem Honig entfernt der Imker das Verddeckelungswachs und schleudert den Honig mit einer Honigschleuder aus den Waben heraus.

Beim Wabenhonig verbleibt der Honig hingegen in den verschlossenen Waben. Wabenhonig ist oft noch etwas reifer als geschleuderter Honig.

Methoden:

  • Die Bienen bauen direkt ins Glas.
  • Die Bienen bauen in vorgefertigte kleinere Rähmchen oder Boxen, hier gibt es eigene Systeme.
  • Die Bienen bauen in das Standardrähmchen und diese werden nach Ernte portionsweise in Stücke geschnitten und verpackt.

Idealerweise ist der Wabenhonig Naturwabenbau und nicht auf Mittelwänden gebaut, denn diese sind vom Mundgefühl her nicht so fein wie Naturbau.

Der Wabenhonig ist vollkommen unbehandelt und besteht nicht nur aus Honig, sondern zusätzlich aus Bienenwachs, Propolis und teilweise aus Bienenbrot. Bienenbrot ist eingelagerter und fermentierter Blütenpollen. Propolis ist Kittharz, welches die Bienen zum Abdichten verwenden.

Gesundheitliche Aspekte von Wabenhonig

Ein Stück Wabenhonig löst im Mund nicht so schnell auf wie ein Löffel Honig. Durch diese Eigenschaft ist Wabenhonig gut geeignet um Beschwerden wie Halsschmerzen, Husten oder Zahnfleischentzündungen zu lindern. Wissenschaftliche Studien sprechen Bienenwachs, Propolis und Bienenbrot gesundheitsfördernde Eigenschaften zu. Dadurch hat Wabenhonig gegenüber geschleudertem Honig einen weiteren Vorteil, da er mehrere Bienenprodukte in einem vereint.

Auch in der Apitherapie werden unterschiedliche Produkte eingesetzt: https://www.apitherapie.at/

Achtung bei Allergie! Durch den Anteil von Propolis und Bienenbrot enthält Wabenhonig mehr Allergene, die im schlimmsten Fall einen allergischen Schock auslösen können.

Wie esse ich Wabenhonig?

Wabenhonig kann mit der Waben gegessen werden, wenn er aus Naturwabenbau besteht ist das Wachs sehr dünn und gar nicht unangenehm.

Er lässt sich auf Brot streichen, in Tee rühren oder einfach Kauen. Beim Kauen setzen sich nach und nach auch die wertvollen Inhaltsstoffe aus dem Bienenwachs frei. Allerdings bildet sich dabei ein Belag aus Wachs um die Zähne. Wer das Vermeiden möchte, lutscht den Wabenhonig besser und zerdrückt ihn mit der Zunge. Die meisten spucken anschließend unzerkaute Wachsreste wieder aus, aber es kann auch geschluckt werden.

Wabenhonig zu Essen ist ein Geschmackserlebnis und kann aufgrund der Zusammensetzung besonders gesundheitsfördernd sein. Beim Kauf auf eine hohe Qualität achten, dann hat man viel Freude an diesem wunderbaren Produkt.

Wie & Wo bekomme ich Wabenhonig?

Ein Kriterium ist dass unbehandeltes, frisches Wachs weiß und nicht gelb ist.

Bio- & Demeter-Siegel können ebenfalls eine Orientierung bieten. Diese sagen zwar nichts über Naturwabenbau oder die Verwendung von Mittelwänden aus, aber sie stehen für strenge Regelungen und Kontrollen, sodass das Wachs rückstandsfrei ist.

Wie immer mein Tipp: Sich Anschauen wie der Imkern/die Imkerin aus der Region arbeitet bzw. einfach nachfragen!

Mein Wabenhonig wird direkt ins Glas in Naturbauweise gebaut und kann auch gerne verkostet werden!

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